E.Freiwilligendienst


Wie können die Projekte strukturiert sein?

An EFD-Projekten mit Drittländern muss mindestens ein EU-Mitgliedstaat beteiligt sein; sie können folgendermaßen zusammengesetzt sein:

bulletein Entsendeland und ein Aufnahmeland (bilaterales Projekt)
bulletmehrere Entsendeländer und ein Aufnahmeland
bulletmehrere Entsendeländer und mehrere Aufnahmeländer in derselben Region

Der zweite Projekttyp wird nachdrücklich empfohlen. Dies gilt insbesondere für Projekte, die in Drittländern stattfinden, in denen keine von den Nationalen Agenturen organisierten Schulungen angeboten werden. Die Gegenwart einer Gruppe von Freiwilligen unterschiedlicher Nationalität im selben Land wird es ermöglichen, gemeinsame Schulungen (Schulung nach der Ankunft, Halbzeit- und nach Möglichkeit Abschlussbewertungen) durchzuführen. Zudem erhalten die Freiwilligen während ihres Aufenthalts im Aufnahmeland Unterstützung seitens anderer Freiwilliger. 

Wer kann an solchen Projekten teilnehmen?

Jugendliche aus den Programmländern können an EFD-Projekten in Drittländern teilnehmen.
Jugendliche aus Drittländern können an EFD-Projekten in Programmländern, nicht jedoch an Projekten in anderen Drittländern teilnehmen.

Jugendliche aus EWR/EFTA-Ländern und beitrittswilligen Ländern können nicht an bilateralen EFD-Aktivitäten in Drittländern teilnehmen. Dasselbe gilt umgekehrt für Jugendliche aus Drittländern. 

Worin bestehen die spezifischen Auswahlkriterien?

Neben den in Kapitel D beschriebenen allgemeinen Zielsetzungen und Kriterien haben EFD-Projekte mit Drittländern auch die folgenden spezifischen Kriterien zu erfüllen:

bulletZahl der Freiwilligen
1-20 Freiwillige pro Bewerbung.
bulletZahl der Freiwilligen pro Aufnahmeorganisation 
Die Zahl der Freiwilligen pro Aufnahmeorganisation sollte auf 4 beschränkt sein, wobei nicht mehr als 2 aus demselben Land kommen dürfen.
bulletZusammensetzung der Entsendeländer
Wenn ein Projektantrag mehr als 2 Freiwillige beinhaltet, sollten diese aus verschiedenen Ländern kommen, wobei sie zahlenmäßig ausgewogen sein sollten.
bulletDauer des Freiwilligendienstes
Im Normalfall 6 bis 12 Monate. Sollten Schwierigkeiten mit der Erteilung langfristiger Visa auftreten, so können auch kürzere Projekte mit einer Mindestdauer von 3 Monaten unterstützt werden. 
Aktivitäten von kurzer Dauer (3 Wochen bis 6 Monate) sind nur dann forderungswürdig, wenn sie dazu dienen, benachteiligten Jugendlichen Zugang zum Europäischen Freiwilligendienst zu geben.
bulletSchulung
Für alle Freiwilligen sind gemeinsame Schulungen vor der Abreise und nach der Ankunft sowie Halbzeit- und nach Möglichkeit auch Abschlussbewertungen zu organisieren (siehe Abschnitt D.5).

Wie leitet man EFD-Projekte mit Drittländern in die Wege?

Anders als bei den EFD-Projekten in Programmländern (Abschnitt D.9) gibt es keine Datenbank für die EFD-Aufnahmeorganisationen in Drittländern.

Wenn Sie ein Freiwilliger/eine Freiwillige sind

Wenn Sie noch keine Aufnahmeorganisation gefunden haben, sollten Sie zunächst eine potenzielle Entsendeorganisation in Ihrem Land ausfindig machen, die Kontakte zu Organisationen in dem Land hat, in dem Sie Ihren Freiwilligendienst absolvieren möchten. 

Wenn Sie bereits eine Organisation kennen, die daran interessiert ist, Sie als Freiwillige/n aufzunehmen, sollten Sie diese Organisation mit einer potenziellen Entsendeorganisation in Ihrem Land in Kontakt bringen. 

Sobald die Partnerschaft zwischen Entsende- und Aufnahmeorganisation hergestellt ist, können Sie gemeinsam mit den beiden Organisationen Ihr Projekt gestalten und den Antrag auf einen Zuschuss vorbereiten. Dieser Antrag muss von einer in einem Programmland oder in einem Partnerland im Mittelmeerraum ansässigen Organisation eingereicht werden. Sie sollten auch Kontakt zu europäischen Nichtregierungsorganisationen im Jugendbereich aufnehmen, die unter Umständen nach Freiwilligen für bereits bewilligte EFD-Projekte suchen. Die Nationalen Agenturen (oder Nationalen Koordinatoren) dürften in der Lage sein, Ihnen bei Ihrer Suche nach geeigneten Organisationen zu helfen.

Wenn Sie eine Entsendeorganisation sind

Der Ausgangspunkt für ein EFD-Projekt mit einem Drittland ist oft eine bestehende Partnerschaft zwischen Entsende- und Aufnahmeorganisationen. Eine solche Partnerschaft kann beispielsweise auf kulturellen Austauschinitiativen, Städtepartnerschaften, Partnerschaften zwischen internationalen Jugendorganisationen, Solidaritätsinitiativen oder Entwicklungskooperationen beruhen. 

Die Aufnahmeorganisationen benötigen keine spezifische Genehmigung der Europäischen Kommission, um ein Projekt zu beantragen. Die Beurteilung der Aufnahmeorganisation erfolgt im Rahmen der Gesamtbewertung des Projektantrags. 

In einigen Fallen durften die Nationalen Agenturen oder Nationalen Koordinatoren in der Lage sein, Ihnen bei der Suche nach Partnerorganisationen zu helfen, insbesondere nach Organisationen in der EU und in den Partnerländern des Mittelmeerraums. Die Entsende- und Aufnahmeorganisationen planen (in manchen Fällen gemeinsam mit einem Koordinator) das Projekt und bereiten die Bewerbung vor. Sofern er oder sie bereits feststeht, sollte der/die Freiwillige in die Vorbereitung des Projektantrags eingebunden werden. Allerdings kann der/die Freiwillige auch erst gesucht werden, nachdem das Projekt bewilligt ist. 

Wie werden die Schulungen organisiert?

Die Schulung der Freiwilligen ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines EFD-Projekts (siehe Abschnitt D.5).

Die Organisation, die das Projekt koordiniert (d.h. die Organisation, die den Projektantrag stellt), hat dafür zu sorgen, dass alle an einem Projekt beteiligten Freiwilligen vor der Abreise und nach der Ankunft eingeschult werden und dass sie entweder individuell oder in Gruppen an den Halbzeitbewertungstreffen teilnehmen.

Die von den Nationalen Agenturen organisierten Schulungen sollten soweit wie möglich genutzt werden, und zwar sowohl von Freiwilligen aus den Programmländern (Schulung vor der Abreise) als auch von Freiwilligen aus Drittländern (Einschulung nach der Ankunft und Halbzeitbewertung).

Eingehende Informationen über die Gemeinschaftszuschüsse und die Regeln für die Gewährung von Zuschüssen finden Sie in Abschnitt D.12.

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